09. September 2016  

Antrag DIE LINKE.: Abschaffung zeitliche Einschränkung Mobil-Ticket

Pressemitteilung

Alle anderen Fraktionen dagegen

Rund 6.000 Menschen erwerben pro Monat das Braunschweig-Mobil Ticket.   Knapp 5.000 von ihnen sind berufstätig, verdienen aber so wenig, dass sie mit Hartz IV aufstocken müssen. Für diese Menschen ist es ein großes Problem, dass sie das Mobil-Ticket erst ab 9.00 Uhr nutzen können, da ihre Arbeitszeit deutlich früher beginnt. Daher hat der Rat im März beschlossen, dass die Verwaltung einen Verbesserungsvorschlag vorlegen soll. Dieser liegt nun vor. Vorgeschlagen wird, dass die Nutzungszeit von 9.00 Uhr auf 8.30 Uhr vorverlegt wird.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion im Rat der Stadt Braunschweig, Udo Sommerfeld: „Die wenigsten Geringverdiener arbeiten im Büro und beginnen ihre Arbeit um 9.00 Uhr oder später. Bei den meisten ist der Arbeitsbeginn zwischen 6.00 – 7.00 Uhr. Der Sinn des Mobil-Tickets besteht darin, genau diesen Menschen mit einer preiswerten ÖPNV-Nutzung zu helfen. Daher haben wir die völlige Abschaffung der Nutzungszeitbegrenzung beantragt. Dies ist auf Ablehnung aller anderen Fraktionen gestoßen, die damit wieder einmal deutlich gemacht haben, dass ihnen die Bekämpfung von Armut egal ist.“