28. Juni 2011  

Antrag: Konzept gegen Kinder- und Familienarmut

Antrag der LINKSFRAKTION zur Ratssitzung am 28.06.2011:

Der Rat möge beschließen:

Gemäß den von vielen gesellschaftlichen Gruppen Braunschweigs unterzeichneten und vom Rat beschlossenen Braunschweiger Leitlinien zur Prävention von Kinder- und Familienarmut soll die Verwaltung bis spätestens zum Jahresende ein konkretes Handlungskonzept vorlegen.

Dieses Konzept soll insbesondere folgende Maßnahmen enthalten:

  1. In den besonders von Armut betroffenen Stadtteilen Weststadt, westliches Ringgebiet und Siegfriedviertel werden die Gruppengrößen in Krippen, Kindergärten und Horten gesenkt und entsprechend mehr Betreuungspersonal zur Verfügung gestellt.
  2. In allen Betreuungseinrichtungen mit Mittagessen wird dieses Essen kostenlos ausgegeben. Falls rechtliche Vorgaben eine Finanzierung vorsehen, wird diese von der Stadt Braunschweig übernommen.
  3. Insbesondere in den Stadtteilen Weststadt, westliches Ringgebiet und Siegfriedviertel werden die vorhandenen sozialen Netzwerke ausgebaut und Familienzentren eingerichtet.
  4. Die Gebühren für Krippe und Hort werden abgeschafft.
  5. Um die Bildungschancen aller Kinder zu erhöhen, soll zukünftig gewährleistet sein, dass jedes Braunschweiger Kind, dessen Eltern es wünschen, an einer IGS beschult werden kann.

Udo Sommerfeld, Fraktionsvorsitzender