21. April 2010  

111: Stibiox-Schornstein nicht sprengen

Der Antrag wurde einstimmig bei Enthaltung der FDP-Vertreterin beschlossen

Gerald Molder DIE LINKE. Braunschweig Mitglied des Bezirksrats 111 Wabe-Schunter

Zur 28. Bezirksratssitzung am 20.4.2010 stelle ich den folgenden Dringlichkeitsantrag:

Der Bezirksrat möge beschließen: Der Schornstein auf dem zu sanierenden Stibiox-Gelände soll nicht gesprengt, sondern sukzessive abgetragen werden.

Begründung:

1. Bei einer Sprengung werden durch Staubaufwirbelung Schadstoffe in die Umgebung eingetragen und die durch die Stibiox-Schlacke bereits in der Vergangenheit beein­trächtigten Anwohner durch die Stäube weiter geschädigt.

2. Anders als das Gewerbeaufsichtsamt meint, können bei sukzessiver Abtragung die Schorn­steinteile so (z.B. durch Planen) abgedeckt werden, dass kein Staub in die Umgebung verwirbelt wird. Außerdem müssen die Schornsteinteile sowieso zeitnah abgefahren werden.

3. Auch wenn die Abtragung des Schornsteins erst nach dem Abbau der Mobilfunkanlagen erfolgen kann, reicht die Zeit von Juli bis Ende 2010 aus, um diese Arbeiten innerhalb des Jahres 2010 abzuschließen.

4. Die zusätzlichen Kosten von 65 000 Euro lassen sich durch Einsparungen an anderer Stelle aufbringen. Das Wohl und die Gesundheit der Bürger sind auf jeden Fall dieses Geld wert.

G. Molder