30. November 2007  

114: Eine gute Kita f?r Volkmarode

Der Bauplatz lt. B-PlanDie sechste Sitzung des Stadtbezirksrates Volkmarode am 29.11. 2007 im Feuerwehrhaus in Volkmarode hatte es in sich: Vor einigen Monaten waren es die Eltern der Schulkinder im Schulzentrum, die die gewählten VertreterInnen aufforderten, sich für die Interessen ihrer Kinder einzusetzen. Diesmal waren fast 20 Eltern da, die den Bezirksrat mit Nachdruck aufforderten, sich für den Bau der ursprünglich geplanten Kita am Kruseweg einzusetzen.

Vor einem Jahr war es Einwohner B. Mex für DIE LINKE. Volkmarode, der erstmals fragte, wann denn die am Kruseweg geplante Kita gebaut wird, wieviel ein Neubau kosten wird und wie schnell dieser errichtet werden könnte. Die Antwort war damals - wie heute auch - ausweichend. Es gäbe keinen Bedarf. Bisher seien die Anmeldezahlen in der bestehenden Kita am Feuerteich für das Kindergartenjahr ab August 2007 nicht so groß, dass ein Neubau in Erwägung gezogen werden müsse, hieß es damals.

Inzwischen sind die Anmeldezahlen für das Kindergartenjahr ab August 2008 so, dass eine weitere Gruppe für 25 Kinder geschaffen werden muss. Die Stadt plant deshalb nun eine 'mobile Lösung'. Im Klartext: Auf dem Gelände der Kita am Feuerteich wird ein Container aufgestellt, in dem die neue Gruppe mit 25 Kindern Platz hat und aber auch ein gesetzlich vorgeschriebener Bewegungsraum für alle 90 Kinder (ohne Außenstelle) geschaffen wird. Bisher war dieser Bewegungsraum zwar pädagogisch sinnvoll, aber gesetzlich nicht vorgeschrieben, da die bestehende Kita baulich alt genug ist, um nur überlieferte bauliche Standards der 70er Jahre erfüllen zu müssen.

Erst mit der jetzt geplanten Erweiterung der bestehenden Kita am Feuerteich wird der neue Standard - Bewegungsraum - zur Pflicht. Dafür wird ein Teil der Spielfläche geopfert und eine bisherige nicht kindgerechte Brachfläche ersatzweise irgendwie aufgehübscht.

Problematisch bleibt: Die Küche in der Kita am Feuerteich ist zu klein. Die MitarbeiterInnen haben nur unzureichende Besprechungsräume. Es werden nur gesetzliche Mindeststandards erfüllt, weil nur so geht es billig. Dass solche räumlichen Möglichkeiten nur die Umsetzung eingeschränkter pädagogischer Konzepte zulassen, wird noch nicht wahrgenommen.

NEU IST: Es zeichnet sich ab, dass die Hortbetreuung in Volkmarode schon nächstes Jahr unzureichend sein wird, Krippenplätze (auf die noch kein gesetzlicher Anspruch besteht) dutzendweise fehlen, die Grundschule zu klein ist und die Zukunft des Schulzentrums insgesamt nicht diskutiert wird.

Zugleich wird deutlich: Die unzureichende Kinderbetreuungssituation muss jetzt sofort, nicht bis 2013, verbessert werden. Es muss schlicht Geld in die Hand genommen werden, um Probleme zu lösen. Damit dies passiert, müssen die Eltern Druck machen und Unterstützung erhalten. Es fehlen Krippenplätze, die bestehende Kita ist zu klein, in der Grundschule hakt es und es fehlen Hortplätze.

Eine LINKE Mehrheit im Bezirksrat würde jetzt dafür sorgen, dass ein Modellprojekt zur vernetzten pädagogischen Betreuung Krippe - Kita - Grundschule konzipiert wird, um alle drei Probleme zu lösen. Es wäre sehr verwunderlich, wenn es nicht besondere Fördermittel des Bundes und des Landes Niedersachsen gäbe, um solche Modellprojekte zu fördern.