10. Juli 2008  

Nun auch Eltern-Proteste in Broitzem?

 Für Volkmarode ist mit dem Neubau der Kita eine Verbesserung der Kinderbetreuungssituation in Sicht - mit Ausnahme der ungelösten Probleme mit der unzureichenden Schulkindbetreuung.

Wie heute in der BZ zu lesen ist, regt sich nun Protest in Broitzem. Anläßlich der Bürgersprechstunde des OB ist auf die unzulängliche Kita-Situation hingewiesen worden.

Zitat aus der BZ: “Viele Menschen fühlen sich betrogen, weil der geplante zweite Kindergarten nicht gebaut wurde”, beschwerte sich ein Vater. Etliche Menschen seien nur mit der Aussicht auf das Vorhaben in eines der Neubaugebiete gezogen. Die bisherige Kindertagesstätte am Landeshuter Weg sei alt und decke den Bedarf nicht.

Hoffmann versprach, die Zahlen noch einmal überprüfen und sich über Neubau-Pläne informieren zu lassen. Auf der Prioritätenliste der Verwaltung stehe derzeit eher die Einrichtung von Krippenplätzen in Broitzem ganz oben.”

Wir können gespannt sein, was OB Hoffmann zu hören bekommt. DIE LINKE jedenfalls stellt nach kurzem Blick in die städtischen Zahlenwerke fest, dass zum Stichtag 31. Dezember 2005 die Kita-Versorgung in Broitzem die schlechteste in allen Stadtteilen war (nur Plätze für 67,1% der Kinder im Kita-Alter), dort seitdem auch keine nachhaltige Ausweitung des Kita-Angebotes erfolgte und deshalb dringend auch dort eine neue Kita gebaut werden muss.

Dies gilt um so mehr, da in den neuen Zahlen vom April 2008 nun in Broitzem 180 Kinder im Krippen-Alter gezählt sind. Auch Broitzem gehört zu den Stadtteilen mit zunehmender Kinderzahl. Deshalb muss auch in Broitzem gehandelt werden. Dazu müssen die Eltern dem Stadtbezirksrat einen Runden Tisch zur Diskussion des Problems abtrotzen.