23. September 2013  

310: Neues aus dem Bezirksrat – geschlossene Tore am neuen Okerwanderweg

ImageAm 10.September tagte der Bezirksrat Westliches Ringgebiet in der Realschule Maschstraße. Leider hatten nur wenige Zuhörer den Weg dorthin genommen. Aber die Tagesordnung war auch nicht so spektakulär. Einzig die Vorlage zum Entwicklungskonzept „Westliches Ringgebiet – Soziale Stadt“ war von größerer Bedeutung. Mit einigen Einbesserungen bezüglich der Planungsziele und etlichen Nachfragen zu Projekten wurde die Vorlage einstimmig vom Bezirksrat angenommen. Einig war man sich, dass bei der Aufwertung des Gebietes auf jeden Fall darauf geachtet werden muss, dass die bisherige Bewohnerschaft nicht durch Luxussanierungen und damit verbundenen Mietsteigerungen verdrängt wir

In dem Zusammenhang erscheint die seit Monaten vorhandene Auseinandersetzung mit den Bewohnern und Bewohnerinnen der neuen Wohnungen in der Cammannstraße um den neuen öffentlichen Okerwanderweg in einem besonderen Licht: Dem Bezirksrat, insbesondere dem Bezirksbürgermeister, wurden viele Beschwerden zugesandt, weil der Weg auch tagsüber versperrt gehalten wird. So berichtete eine Anwohnerin telefonisch, dass quasi vor ihrer Nase das Tor zugesperrt worden sei. Ihr Hinweis auf die Tafel, die die Öffnungszeiten nennt, wurde nicht zur Kenntnis genommen. So geht das nicht, das war die einhellige Meinung der Bezirksratsmitglieder. Der Weg ist ein öffentlicher und muss der Allgemeinheit zugänglich sein. Sollten Vereinbarungen weiter ignoriert werden, müssten hier Schritte unternommen werden, notfalls müsste man auch den Abbau der Tore fordern. Diese Tore hatten schon in der vergangenen Legislaturperiode des Bezirksrates für Diskussionen gesorgt. Nun sind die Befürchtungen eingetreten, die nachdrücklich von LINKEN und Grünen vertreten worden sind, nämlich dass man die Öffentlichkeit ausschließen will. Bei allem Verständnis dafür, dass man gerne die Oker für sich allein hätte, sie gehört den übrigen Bürgerinnen und Bürgern ganz genauso. Auch diese genießen einen Spaziergang an der Oker. Falls Sie auch negative Erfahrungen ( oder auch positive!) an der besagten Stelle gemacht haben, schreiben Sie an die Neue Westpost.

Gisela Ohnesorge, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bezirksrat Westliches Ringgebiet (zuerst veröffentlicht in "Neue Westpost")